CDU- Kreistagsfraktion Vorpommern-Greifswald: Auszubildende müssen besser gefördert werden!

18. Mai 2017

Die Ausbildung von Fachkräften stellt die Grundlage für die weitere wirtschaftliche Entwicklung unseres Landkreises dar. Daher ist es an der Politik, die entsprechenden Rahmenbedingungen zu schaffen. Die Zusammenlegung vieler Berufsschulstandorte hat in den letzten Jahren leider dafür gesorgt, dass zahlreiche Auszubildende weite Strecken zurücklegen müssen, um ihre Berufsschule zu erreichen. Die dadurch anfallenden Kosten für die Fahrten von und zum Schulstandort sind oft mit der Ausbildungsvergütung nicht aufzubringen. Eine existierende Förderrichtlinie zur Unterstützung solcher Auszubildender ist leider unzureichend ausgestaltet, weshalb die CDU-Fraktion im Kreistag des Landkreises Vorpommern-Greifswald die Landrätin auffordern will, sich für die Verbesserung der Fördermöglichkeiten einzusetzen.
„Bisher bekommen die Auszubildenden nur dann eine Förderung, wenn Sie weniger als 500 € brutto verdienen. Daher sind viele Auszubildende dank der guten Tarifverträge schon per se von der Förderung ausgeschlossen. Allerdings stellen auch bei einer Ausbildungsvergütung von 550 € oder 600 € die an 2 oder 3 Tagen die Woche entstehenden Fahrtkosten für 100 km oder mehr zur Berufsschule eine unzumutbare Belastung der Auszubildenden dar. Dies führt sogar dazu, dass junge Menschen die Ausbildung gar nicht erst antreten.“, stellt der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Kreistagsfraktion, Axel Hochschild, fest. Hochschild führt weiter aus: „Aufgrund des unzureichenden öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) ist eine Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln oft auch unmöglich, so dass der Auszubildende vom knappen Geld ein Auto unterhalten, insbesondere das notwendige Benzin bezahlen muss, um den schulischen Teil seiner Ausbildung wahrnehmen zu können! Hier muss das Land eine bessere Förderung implementieren!“
Die CDU-Kreistagsfraktion fordert daher die Landrätin auf, sich gegenüber dem Bildungsministerium M-V und der Landesregierung M-V dafür einzusetzen, dass die „Richtlinie zur Gewährung von Zuschüssen des Landes Mecklenburg-Vorpommern für Schülerinnen und Schüler beruflicher Schulen zu den Kosten der Unterbringung sowie zu Fahrtkosten bei notwendiger auswärtiger Unterkunft“ derart überarbeitet wird, dass

  • die Fördervoraussetzungen so gestaltet werden, dass möglichst viele der ca. 33.000 Berufsschüler im Land gefördert werden können sowie
  • die vom Land für die Förderung zur Verfügung gestellten Mittel (derzeit ca. 300.000 Euro) auch tatsächlich den förderfähigen Berufsschüler zugutekommen und
  • eine Bezuschussung der Fahrtkosten unabhängig von einer auswärtigen Unterkunft gefördert werden kann.

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